
Hermann Czech (* 10. November 1936 in Wien) ist ein österreichischer Architekt.
„Für die Köpfe, die auch dort zeige, kam die Anregung eigentlich von Hermann Czech. Der wollte Menschendarstellungen für seine Brücke im Wiener Stadtpark.“


Jacques Lacan (* 1901 in Paris; † 1981 ebenda), war ein französischer Psychiater und Psychoanalytiker. Er ist für seine Beiträge zur Psychoanalyse und zu einer erneuten Lektüre der Werke Sigmund Freuds bekannt.


Immanuel Kant (* 1724 in Königsberg, Preußen; † 1804 ebenda) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung sowie unter anderem Professor der Logik und Metaphysik in Königsberg.
„Ich wurde auf diese ,Kantine', also das Buffet, aufmerksam gemacht, da habe ich gerade abermals versucht Kant durchzunehmen. In der ,Kritik der Urteilskraft' läßt er sich über Kunst aus, und von ,Kant' zu ,Kantine' zu assoziieren, das war dann schon im Nachhinein.“


Claes Oldenburg (* 1929 in Stockholm; † 2022 in New York City) war ein schwedisch-amerikanischer Bildhauer.
„Und dann gab es auch die Environments, die man betreten konnte: von Oldenburg, aber auch von Dubuffet und einigen anderen. Diese Haptik hat mich interessiert, und ich hielt sie für eine Zukunft. Ich wollte mehr als die Befriedigung durch das alleinige Anschauen, durch die puren Gedanken wie bei der Konzeptkunst. [...] Mich hat eben, schon bevor ich selbst begonnen hatte, Kunst zu machen, dieses Eintreten in die Kunst interessiert.“

Cy Twombly (* 1928 in Lexington, Virginia; † 2011 in Rom, Italien) war ein US-amerikanischer Maler, Fotograf und Objektkünstler. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des abstrakten Expressionismus.


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Franz Peter Schubert (* 1797 in der Gemeinde Himmelpfortgrund; † 19. November 1828 in Wieden) war ein österreichischer Komponist.
Robert Alexander Schumann (* 1810 in Zwickau, Königreich Sachsen; †1856 in Endenich, Rheinprovinz, heute Ortsteil von Bonn) war ein deutscher Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Er wird heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik gezählt.
Nachdem ich zu dieser Ausstellung eingeladen wurde, dachte ich mit Widerwillen [...] an das Motiv, sah aber dann in einer Auslage die zwei hier gespielten Platten in ihren rosa Hüllen (Schubert, Schumann), eine Äquivalenz, d.h. eine Zumutung, ebenso längst den Bach hinunter wie die jetzt wahrscheinlich schon Zahnprothesen tragenden Pink Floyd. FW bezieht sich auf die 1998 von Bice Kuriger kuratierte Ausstellung "Pink Fluid"](S.133)


Constantin Brâncuși (* 1876 in Hobița; † 1957 in Paris) war ein rumänisch-französischer Bildhauer der Moderne und Fotograf seiner Werke im Umfeld seines Ateliers.
Reiter Raabe: Brancusi [...] ist oft abgebildet mit und neben seinen Figuren. Aber am faszinierendsten sind die Fotos, die er selber von seinen Skultpuren gemacht hat. [...]
West: Das ist ja eine interessante Tatsache. Und deshalb bin ich auch dazu übergegangen, daß neben oder mit den Skulpturen posiert wird. Das erscheint mir interessanter [...] Wenn lebende Personen dabei sind, ist's schon besser.


Friedl Kubelka (* 1946 in London) ist eine österreichische Fotografin, Filmemacherin und bildende Künstlerin.
„Und so ist das mit den Fotografien von den Passstücken. Da ging es auch um eine Art Identifikation, so in der Art: Ich bin jetzt ganz in dem Dargestellten selbst drin, aber nicht wirklich.“


Alberto Giacometti (* 1901 in Borgonovo, † 1966 in Chur) war ein Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker der Moderne. Er lebte und arbeitete ab 1922 hauptsächlich in Paris.
„Ich mochte Weiß erst von dem Moment an, in dem ich eine Giacometti-Ausstellung sah. Eine der Skulpturen war aus Bronze und weiß bemalt – das befriedigte meine ästhetischen Ansprüche.“


Heimo Zobernig (* 30. April 1958 in Mauthen, Kärnten) ist ein österreichischer Künstler; er lebt und arbeitet in Wien.
„Ich hab da noch einen Außenentwurf, bei dem hab' ich Heimo um Hilfe gebeten. Das wäre ein Gürtel-Projekt, um den Gürtel zu beleben [...] Das Pissoir bei der Volksoper, da will ich etwas raufmachen, und zwar in Form einer Blase, eine Mischung aus Krug und Blase.“



Hermann Nitsch (* 1938 in Wien; † 2022 in Mistelbach) war ein österreichischer Maler und Aktionskünstler.
„Ich war damals sehr jung, als ich einen Flugzettel in die Hand gedrückt bekam: ,Fest des psychophysischen Naturalismus' [...] Da habe ich gedacht, das muß ich mir anschauen. Dann war da eber der Nitsch, der auf einen Lammkadaver mit einer Klampfe einhieb. Das war wirklich unappetitlich. [...] Mir hat es jedenfalls nicht gefallen.“


Otto Kobalek, eigentlich Krbalek (* 1930 in Wien; † 1995), war ein Wiener Original und Teilzeitkünstler im Umfeld von Helmut Qualtinger. Er war auch unter dem Pseudonym Otto Zokan bekannt.
Reiter Raabe: [...] Wir waren bei deinem Bruder...
West: Ja, der war ja Schauspieler und hat in den Cafés immer herumposiert, auch wenn wir zuhause waren beim Mittagessen bei meinen Eltern. Da hat er dann zu erzählen begonnen, hat herumgefuchtelt oder stark gestikuliert. Das war auch eine Anregung. Auch für die Fotos, dass die Leute da posieren mit den Skulpturen.



Reinhard Priessnitz (* 1945 in Wien; † 1985 ebenda) war ein österreichischer Dichter und Essayist.
„Da wären wir wieder beim Priessnitz. Der hat gesagt, daß man zu meinen Arbeiten Passstücke sagen könnte, und das habe ich dann halt für diese Dinge genommen.“


Herbert Brandl (* 1959 in Graz; † 2025 in Wien) war ein österreichischer Maler. Er zählte zu den Neuen Wilden.
„Am ehesten fühle ich mich zu Brandls Arbeit hingezogen, aber 'seelenverwandt' bin ich mit keinem. Aber Brandl macht Sachen, die ich nie machen kann. Einerseits arbeitet er in regelrechten Farbräuschen, anderseits mit Zufällen. Dessen Alltag ist eine Folge von Zufällen, das finde ich sehr interessant bei ihm [...]“


Sigmund Freud (geboren 1856 in Freiberg in Mähren, Kaisertum Österreich; gestorben 1939 in London, Vereinigtes Königreich) war ein österreichischer Arzt, Neurophysiologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker.
„Ich habe einmal [...] mit meiner oberflächlichen Freudkenntnis behauptet, wenn man Neurosen (den Klopfer) optisch wahrnehmen könnte, daß sie wie Passstücke, die sozusagen Partituren für Gesten sind, aussähen.“


Kasper König (* 21. November 1943 in Mettingen, Westfalen als Rudolf Hans König; † 9. August 2024 in Berlin) war ein deutscher Ausstellungsmacher. Mit Klaus Bußmann initiierte er 1976 die Skulptur Projekte Münster, die alle zehn Jahre zeitgleich zur documenta stattfindet.
„Kasper König lud mich ein, in Münster an der großen Skulpturenausstellung teilzunehmen. Die sollte im Freien stattfinden, und ich wußte eigentlich nicht, was ich da tun sollte. [...] Also, Skulpturen für außen zu machen, wäre mir damals jedenfalls völlig irre erschienen. Und da dachte ich mir, ich mache Sitzgelegenheiten.“


Bruno Gironcoli (Aussprache [dʒiˈrɔŋkoli]; * 27.September 1936 in Villach; † 19. Februar 2010 in Wien) war ein österreichischer Maler und Bildhauer. Im Jahr 1977 wurde Gironcoli als Leiter der Bildhauerschule an die Wiener Akademie der bildenden Künste berufen, wo er als Nachfolger Fritz Wotrubas bis 2004 tätig war.
„Gironcoli sagte, ich solle einmal hinkommen. Das war am Anfang seiner Lehrtätigkeit, und er hatte fast keine Studenten. Ich bin dann fünf Jahre geblieben. Wie ich dann wegging, begann gerade die Kunstkonjunktur.“

Jan Vermeer van Delft, auch genannt Johannes Vermeer (getauft 31. Oktober 1632 in Delft; begraben 15. Dezember 1675 ebenda) ist einer der bekanntesten holländischen Maler des Barock.
Wolfgang Drechsler:
Wie kam es zu den Überlegungen für Ihre Ausstellung im Kunsthistorischen Museum? Sie stellen mitten in die Gemäldegalerie einige Ihrer Sitze und Liegen. Sollten diese den potentiellen Benützern einen neuen Blickwinkel auf die Gemälde vermitteln?
Franz West:
Nach Fra Angelico habe ich mir auch klassische Kunst angesehen. Wie ich mich zum Beispiel einmal vor den Vermeer gesetzt habe – dort gab es eine Sitzgelegenheit –, da sah ich ihn zum ersten Mal. Das war eine „Kunstrezeption“. Bei meiner Ausstellung konnte man sich im Kunsthistorischen Museum auch hinlegen.


Ludwig Wittgenstein (* 1889 in Wien, Österreich-Ungarn; † 1951 in Cambridge, Vereinigtes Königreich) war ein österreichischer Philosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts.
„Früher habe ich gedacht, die Philosophie könnte einem etwas für das direkte Leben sagen, nichts ausschließlich Kosmologisches, sondern für das tatsächliche, echte Leben. Ich bin dann auf den Wittgenstein gestoßen, auf den Tractatus, weil das zum Genius Loci irgendwie dazugehört. Und da kommt dann vor, daß das Leben gar nicht mit Hilfe der Philosophie werden kann und das Leben sie gar nicht berührt. Und in der Straßenbahn ist mir dann das Gegenstück dazu eingefallen: Die Philosophie transformiert das Unverstehbare ins Unverständliche. Das zum Tractus.“
Sämtliche Referenzen auf Personen, auf die im Abschnitt Kontexte verwiesen werden, sind in folgender Publikation zu finden:
Franz West. Gesammelte Gespräche und Interviews. Hrsg. von Johannes Schlebrügge & Ines Turian. Köln 2005. 24 x 29 cm. 180 S. mit 142 (97 farb.) Abb., Bibliographie, broschiert.

